Landesverband der Kaninchenzüchter Sachsen-Anhalt e.V.
Landesverband der Kaninchenzüchter Sachsen-Anhalt e.V.

Neuseeländer-Club

Ansprechpartner

 

Ernst Baier Lammsdorf 44, 06901 Kemberg, 

Telefon 034927 / 21528

 

Die Bezeichnung „Neuseeländer“ lässt vermuten, dass diese Rasse aus Neuseeland stammt. Die Herkunft dieser Tiere kann jedoch nicht genau bestimmt werden. So ist durchaus denkbar, dass englische Siedler zu Beginn des 19. Jahrhunderts die sogenannten „Scotch rabbits“ nach Neuseeland gebracht und diese Tiere eventuell zur Entwicklung der Roten Neuseeländer beigetragen haben. Seit ca. 1915 sind Rote Neuseeländer in Kalifornien bekannt (teilweise unter dem Namen „American Reds“). Hier wurden sie vermutlich unter Verwendung von Hasenkaninchen und gelbwildfarbigen Riesenkaninchen herausgezüchtet. Da diese Rasse als Fleischrasse gelobt wurde, kam sie von Kalifornien nach England, Holland und Frankreich und etwa 1930 auch nach Deutschland, konnte allerdings die in sie gesetzten Erwartungen damals nicht erfüllen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollen norddeutsche Züchter Rote Neuseeländer aus Holland und süddeutsche Züchter Rote Neuseeländer aus Frankreich, Österreich und der Schweiz importiert haben. Es gab somit zwei Typen von Roten Neuseeländern: In Norddeutschland sah man eine dunkle und in Süddeutschland eine helle Deckfarbe. Nach und nach wurden dann in Deutschland Neuseeländer-Clubs gegründet (erstmals 1958 in Pfungstadt), die sich zum Ziel setzten, diese Rasse ständig zu verbessern und dem Idealbild immer näher zu kommen bzw. dadurch nach Möglichkeit den Abstand zu den meistens doch besseren Ausstellungs-Ergebnissen (höhere Punktzahlen bei den Bewertungen) der Weißen Neuseeländer zu verringern, obwohl man natürlich diese beiden Rassen nicht vergleichen darf.

 

 

 

 

Der Weiße Neuseeländer ist eine mittelgroße, auffallend blockige, reinweiße Kaninchenrasse von etwa 4–5 kg Gewicht. Es handelt sich im Gegensatz zum Beispiel zum Weißen Wiener um einen echten Albino.
Der weiße Neuseeländer ist ein typisches Wirtschaftskaninchen mit einem auf Frohwüchsigkeit und gute Fleischausbeute gezüchteten Typ, der durch seine kompakte Form, breiten Kopf und vergleichsweise kurze Ohren auffällt.
Der Weiße Neuseeländer wurde zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg in den USA als Wirtschaftskaninchen gezüchtet. Welche Rassen an seiner Entstehung beteiligt waren, ist nicht mit Sicherheit bekannt, neben dem Roten Neuseeländer sollen Weiße Riesen und Angorakaninchen eingekreuzt worden sein. Die Rasse wurde in den USA als die beste Wirtschaftsrasse angepriesen und nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa eingeführt. In Deutschland wurden die Weißen Neuseeländer erstmals bei der Europa-Schau in Essen 1960 und der Landwirtschaftsausstellung in Markkleeberg 1964 gezeigt. Durch seine sehr guten Nutzeigenschaften breitete sich der Weiße Neuseeländer sehr stark aus, besonders in der DDR war er weit verbreitet, auch bedingt durch die Förderung der privaten Kaninchenhaltung. Kaninchen dieses Typs werden weltweit zur Fleischerzeugung gehalten, Sandford weist auch auf die Bedeutung des Weißen Neuseeländers als Labortier hin.

 

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